Stundenlange Autofahrten, schöne Aussichten und ein bisschen Menschheitsgeschichte

Zwischen der anderen Lodge und dieser Lodge lagen wiedermal etwa 300 Kilometer. Der Grossteil davon legten wir auf Schotterstrassen in unserem zuverlässigen Namibiamobil zurück. Das ruckelt immer ganz ordentlich und man sollte sich stets vor grösseren Schottersteinen und tieferen Schlaglöchern in acht nehmen. Nicht, dass es am Ende noch zu einem „Pffffff“ im Reifen kommt. Wir führen zwar zwei (!) Reservereifen mit, haben aber trotzdem nicht sonderlich viel Lust, auch nur einen davon aus seiner Verwahrung nehmen zu müssen. Zusätzlich, zum vorsichtig fahren, versuchen wir auf unseren Fahrten die bösen „Pneu-Loch-Geister“ nicht unnötig heraufzubeschwören, weshalb wir es bis anhin unterlassen haben „Dä Töff vom Polizist hät es Loch im Pneu“ zu singen und wir halten uns ebenfalls zurück bei „Einägäligi Riisnägäli“, das wir sicherheitshalber jeweils nur bis zur zweiten Strofe ansingen. Bei „s’Stifeli muess sterbe“ haben wir weniger Angst und singen es sogar im Kanon! Ja, richtig erraten, auf weiten Strecken unserer Reise gibt es keinen anständigen Radioempfang!

Ebenfalls auf weiten Strecken unserer Reise haben wir wahnsinnig schöne Postkarten-Aussichten. Eigentlich könnte man an jeder x-beliebigen Stelle anhalten, um ein Wohnzimmer-Poster-Bild zu schiessen, so schön ist es hier. Aber am schönsten war bislang die Aussicht aus unserer Lodge hier oben in den Bergen. Einfach nur WOW! Und dazu noch mit Sonnenuntergang vom ganz persönlichen Veranda-Stein aus. Das ist so schön, dass man gar nicht wirklich realisieren kann, wie schön es ist. Und das kommt daher, dass man gar nicht soviel Schönheit aufsaugen kann, wie das hier schön ist. Ob das wiederum am trockenen Klima liegt, kann ich nicht sagen, aber wahrscheinlich eher nicht. Es ist einfach unglaublich schön hier oben. Mega!

Die Lodge heisst Mowani Montain Lodge und eignet sich, wie auch schon die letzte Lodge, neben Aussicht geniessen optimal zum Ruhen, Baden, Ruhen und Baden.

Neben Ruhen, Baden, Ruhen, Baden und Aussicht geniessen, unternahmen wir hier oben eine drei stündige geführte Tour zum Twyfelfontain. Das ist eine Quelle. Und bei dieser Quelle hats Felsgravuren von Löwen, Zebras, Gnus, Giraffen, Nashörnern, Oryxe, Eland, Robben und weiteren Tieren. Diese Gravuren sind 2000 – 6000 Jahre alt und ein Weltkulturerbe – das einzige Namibias (touristisches Superlativ ahoi!).

alabonheur, Schoggipralinée!

Schöne Bilder:

Zwei Wanderungen, zu viel zu essen und ein paar Tiere

Aufbruch zur morgendlichen Erongo Wanderung war um halb Sieben. Wasser sollten wir mitbringen, denn es würde heiss werden (Überraschung!), und eine Kamera, denn es könnten Tiere auftauchen. Aber nur kleine Tiere, haben sie uns gesagt. Es gäbe hier zwar Leoparde und grosse Phytons, aber die sähe man nur selten und wenn, dann sei nicht unbedingt der richtige Zeitpunkt, um Fotos zu schiessen.

So kämpften wir uns frühmorgens aus unserer Höhle und schleppten uns zum Treffpunkt bei der Rezeption. Als erstes schrieb Kulis mit seinem Wanderstock aus Ast seinen Namen in den Sand. „I’m Kulis. I’m gonna be your guide for the day.“ – oder für die nächsten drei Stunden. Und dann gings auch schon los.

Als erstes zeigte uns Kulis einen grossen Haufen Dikdik Kacke. Dikdiks sind die kleinsten Antilopen der Welt. Die sind etwa so klein, wie ein junges Reh und sehr reinlich, denn sie kacken immer an den gleichen Ort. Darum konnte uns Kulis auch den Haufen zeigen. Sehr spannend!

Kulis erklärte uns noch viele andere Dinge. Zum Beispiel, warum die Felsen hier so rund sind und was die Paviane damit zu tun haben. Er zeigte uns, welche Pflanzen seine Oma früher benutzt hatte, um Medizin herzustellen und warum die Felsen an einigen Stellen weiss sind. Und er erklärte uns den Unterschied zwischen den Rock Agames und Barack Obama. (Danke Kulis!)

Nach der dreistündigen Morgenwanderung durch die Wildnis rund um die Lodge, gabs ein reichhaltiges Frühstück und wir assen zu viel. Danach ruhten wir und badeten im Pool, ruhten erneut und badeten etwas mehr, ruhten noch etwas, badeten, ruhten und gingen dann auf eine abendliche Sonnenuntergangswanderung mit Aaron. „Hi I’m Aaron, your guide for the day.“ – oder für die nächsten zwei Stunden.

Aaron erzählte uns etwa das gleiche wie Kulis und führte uns zu einem wunderschönen Sonnenuntergangsplatz auf einem Hügel vor der Lodge. Dort schenkte er uns Wein ein und öffnete eine Box voller Knabberwaren. (Danke Aaron!)

Nach der Wanderung gings zurück zur Lodge, direkt zum Abendessen, wo wir zu viel assen. Anschliessend krochen wir mit vollen Bäuchen in unsere Höhle und dösten bei nächtlichem Tiergeraschel friedlich weg.

Und apropos Tiergeraschel: Wie versprochen, sahen wir während den ganzen Aktivitäten, dem Ruhen, dem Essen und dem Baden viele Tiere. Keine grossen Tiere, aber viele kleine. Da waren zum Beispiel der Agame aka. „dä Gwaggli“ oder der Schlippschliefer aka. „so öpis zwüsched Bär, Igel und Murmeli“ oder ein Dikdik aka. „da isch doch äs Reh!“. Zudem flogen viele Vögel um die Lodge und badeten im Vogel-Wasserloch. Ein etwas grösserer Vogel, der kein Platz beim Vogel-Wasserloch hatte, war der „Horn Schnabel schnabler“. „Horn“ heisst er, weil er ein Horn hat, „Schnabel“, weil das Horn eigentlich ein Schnabel ist, und nur aussieht wie ein Horn und „schnabler“, weil er immer so „pf..pf..pf..“ macht, resp. die ganze Zeit „rumschnablet“. Einige der Tiere haben wir fotografiert!

Zusammenfassung: Es war sehr schön in der Erongo Wilderness Lodge. (Danke Erongo Wilderness Lodge!)

a la bonheur, härdöpfelstock!

Bilder:

Erstmal etwas kühler und dann wieder heiss wie Sau!

Es ist saumässig heiss hier. Verdammt schön, aber unglaublich heiss! Wir sind im Erongo Gebirge. Einem von Trockenheit geplagten Gebiet. Hier ist es zwar grüner als in der Namib, aber trotzdem wahnsinnig trocken und heiss! Und der Kopf ist wiedermal Pudding.

Der Blick aus unserer Schlafhütte ist fantastisch. Er zeigt direkt auf eine wunderschöne Felskuppe. Sehen Sie sich das Bild oben gut an, vielleicht entdecken Sie darauf einen Pavian!

Heute sind wir 250 Kilometer von Swakopmund hierher gefahren. Swakopmund ist ein Küstenstädtchen mit etwa 50’000 Einwohnern und dutzenden Truthähnen. Das Städtchen erinnert mehr an Deutschland, als an Namibia, was natürlich daher rührt, dass sich die Deutschen dieses Fleckchen Wüste mit Meeranschluss schon früh zu Eigen gemacht haben und nicht wieder her gaben. So wird denn auch alles immer schön bewässert, damit die Wiesen grühen und die Blumen blühen, wie sich das halt so gehört, in einem mitteleuropäischen Kleinstädtchen. Und kühler als im Rest der Wüste ists in Swakopmund auch. 20 bis 25 Grad. Das kommt von diesem „etwas mit B Strom“ im Atlantik. Der bringt die kalte Luft an die Küste und sorgt so für ein angenehmes Europaklima. I like! Kurz nach dem Küstenstreifen erwärmt die Wüste dann die Luft, und die Hitze gibt wieder ihre aus dem Nichts kommenden High Fives von sich – mit Anlauf, voll auf den Kopf! Also wenn ich die Deutschen während der Kolonialzeit gewesen wäre, hätte ich auch hier meine Hütten gebaut und mir diesen wunderschönen Platz an der Sonne reserviert!

Aber schön, wieder etwas tiefer in der Natur zu sein. Lautes Vogelgezwitscher ist weit weniger störend, als Menschengequatsche! Man gewöhnt sich unglaublich schnell an die Ruhe hier draussen und heute nehmen wirs den Rest des Tages erstmal noch etwas „gechillter“ oder „easy, easy!“, wie man hier zu sagen pflegt. Das ist zumindest der Plan. Aber man weiss nie, was hier passiert. Vielleicht wird man von einer Horde Paviane überfallen, in deren Höhle geschleppt und von der ganzen Sippe aufgefressen. Das ist aber höchst unwahrscheinlich und so stehen die Chancen gut, dass wirs erst mal „easy, easy“ nehmen können, hier in der Erongo Wilderness Lodge im Erongo Gebirge bei den vielen Vögeln und den lieben Pavianen.

alabonheur, fancy Cheeseburger!

Und Bilder:

Grosse Dünen und tote Bäume

Heute hatten wir wieder einmal richtig viel Sand in den Schuhen. Wir gingen zum Sossusvlei. Vlei heisst „Lehmpfanne“. Mit Lehmpfanne ist nicht eine Pfanne aus Lehm für auf den Kochherd gemeint, sondern eine Senke in der Landschaft mit Lehmboden. Sossus weiss ich nicht, was es heisst. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es „gross“ bedeutet, weil der Sossusvlei eine ziemlich grosse Lehmpfanne ist. Kann sein, muss nicht.

Der Sand kam deshalb in unsere Schuhe, weil dieser Sossusvlei Big Daddy zu Füssen liegt. Big Daddy ist die höchste Sanddüne der Welt (schon wieder ein touristisches Superlativ – fantastisch!) und liegt nicht weit von Big Mamma entfernt. Auf Big Daddys Rücken sind wir ein bisschen hochgewandert, bis wir genug von der Wanderei hatten und in Richtung Dead Vlei, der toten Lehmpfanne, herunterrutschten (uiii, das war lustig!). Unten angekommen, waren dann die Schuhe voll Sand und wir mussten sie leeren. So läuft das hier.

Im Dead Vlei leben tote Bäume. Sonst nichts.* Die Bäume stehen und liegen da schon seit etwa 700 Jahren tot rum. In der toten Lehmpfanne ist es den Bäumen zu trocken, um zu verfaulen und zu leblos, um von Krabbeltieren zerfressen zu werden. Muss also ein ziemlich ödes Leben sein als toter Baum (ich finde das auch noch beim zweiten Mal lustig!).

Nach dem Dead- und dem Sossusvlei, dem Big Daddy und einem kleinen Snack gings dann auch schon wieder zurück in Richtung Lodge, um etwas liegender toter Baum zu spielen.

Alabonheur, Wurzelgemüse!

*Was im Dead Vlei auch noch lebt, sind die vielen Touristen. Die zählen aber nicht wirklich, weil die ja nur temporär da leben.

Und weils so schön war, hier die Bilder des tollen Ausflugs:

 

Tok Tokkie Trail

Phuuuu! Wir sind soeben in der Desert Homestead Lodge eingecheckt und checken gerade unser kleines, feines Strohdachbungalow aus. Sehr schön, so ein Dach. Vor allem, wenn man die letzten zwei Nächte dachlos war, was ja aber auch wunderschön ist, nur einfach das pure Gegenteil und darum freut man sich wahrscheinlich auch so sehr, wenn man von einem Extrem ins andere kommt. Genau und sowieso. Ähä! Hoppla Hopp! Merken Sie es? Mein Kopf ist Pudding! Warum? Vermutlich wegen dem Tok Tokkie Trail, dem bisher besten und ultrageilsten Erlebnis hier in Namibia!

Nach einer etwa vier stündigen Autofahrt über Schotterpisten und einen schönen Pass (mit etwa 15 – 20 Kurven), kamen wir vor drei Tagen beim Tok Tokkie Farmhaus an. Dieses liegt am Rand des Namib Rand Reservats. Das wiederum ist am Rand der Namib Wüste. Die Namib Wüste ist die älteste Wüste der Welt (super Superlativ, wie ich finde!). Das Namib Rand Reservat ist ein riesiger Naturschutzpark in Privatbesitz. Und im Tok Tokkie Farmhaus starten die Tok Tokkie Trails. Und genau so ein Tok Tokkie Trail haben wir gemacht. Wahnsinn!

Als wir ankamen, sassen da schon zwei andere Touris und unser Guide Sebastian! Es gab selbstgemachten Eistee und, nachdem auch der fünfte Touri im Bunde angekommen war, eine Einführung von Sebastian ins Programm des Tok Tokkie Trails. Kurz: Drei Tage durch die Wüste wandern und unter freiem Himmel übernachten.

Los! Aber bevor die Wanderung startete, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum NaDeet, dem Namib Desert Environmental Education Trust. Da wird Schülern und anderen Gruppen im Rahmen von Projektwochen beigebracht, wie man Wasser, Holz und Energie sparen kann, in einem Land in dem alle diese Dinge sehr rar sind. Sehr, sehr geile Sache und wir, die Tok Tokkie Trail Walkers, bekamen eine Nachhaltigkeitsschnellbleiche! Elisabeth, die äusserst enthusiastische Leiterin des Lagers, zeigte uns „solar-cooking“, „waterbucket-showering“ und „waterless-toiletting“. Zudem erläuterte sie uns die drei R. Reduce, Recycle und R…. (das dritte R habe ich vergessen, sorry!). Und nach diesen eindrucksvollen 60 Minuten (Danke Elisabeth!) übergab sie uns wieder in Sebastians gütige Hände.

Los! Nach einer kurzen Fahrt im offenen Jeep wanderten wir los und bestiegen für die nächsten 64 Stunden kein motorisiertes Gefährt mehr. Während den Sonnenstunden war es gefühlt etwa so heiss wie in einer traditionellen finnischen Sauna, nur halt eben ohne die Feuchtigkeit und dann doch wieder 40 Grad kälter! Und es war sehr, sehr spannend. Immer wieder hielten wir an und Sebastian erzählte uns was über den Park, über die Oryx, die Büsche, die Bäume, die Schlangen, die Leoparde, die Feenkreise, die Termiten, die Tok Tokkies, die Springböcke, den Sternenhimmel, die Hyänen, die Wasserlöcher, die sociable Weavers, die Spuren im Sand, die Kacke im Sand, die Spinnen, die Steine, die Strausse, den Sand an sich, und mehr*. Kurzum: Sebastian wusste eigentlich alles, was es in dieser Wüste zu wissen gibt, und er behielt nichts für sich (Danke Sebastian!).

Abends erreichten wir kleine Oasen in der Wüste – die Camps. Für uns eingerichtet und unterhalten vom Tok-Tokkie-Backup-Team, Willy und Theresa. In den Camps konnten wir trinken, essen, schlafen, duschen und „sonstiges“. Alles unter freiem Himmel und mitten in der Wüste. Einfach nur geil (Danke Willy, danke Theresa!).

Nach drei Tagen fun, fun, fun gings dann wieder zurück zur Tok Tokkie Farm, in den Toyota und auf die Strasse Richtung Desert Homestead Lodge. Und da sind wir nun im Zimmer unseres Strohdachhüttchens mit eingeschalteter Klimaanlage und geniessen den Blick in die Wüste. Auch schön!

Die drei Tage werden wir wohl nie mehr vergessen (Danke Tok Tokkie!).

Alabonheur, Korintenkacker!

*Ich könnte über alles etwas schreiben, das werde ich aber nicht tun!

Und jetzt mal noch ein paar Tok Tokkie Bilder! Los:

Schotterstrassen, roter Sand und ein siech voll Springböcke!

Da sind wir nun also! In Namibia, dem Land der Oryxe. Schön hier. Sehr schön hier! Aber eins nach dem anderen.

Samstagabend gings los (seit da ist uns der Wochentag eigentlich egal), bepackt mit allem nötigen – und etwas mehr. Mit einem grossen Flugi von der Swiss gings zuerst nach Johannesburg, um von da, nach gefühlten zwei Tagen Aufenthalt am Flughafen (es waren lange 4 Stunden), mit einem kleinen lopprigen Flugi von der South African Airlines nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias, zu reisen. In Windhoek angekommen, wurden wir abgeholt, zack in die Unterkunft verfrachtet und erstmal unserer Reisemüdigkeit überlassen. Nach einem leckeren Fillet du Oryx und einem grossen Glas Wein für jeden, wars das dann auch erstmal gewesen und die Lichter gingen aus.

Um Sieben erschrak uns dann auch schon der Wecker und unser erster ganzer Tag in Namibia begann sich zu formen. Nach einem königlichen Frühstück kam Nicole, unsere Frau vom Reisebüro, und zeigte uns nochmal, was wir so gebucht haben und was wir noch dazu buchen könnten, wenn wir denn wollten (Danke Nicole!). Danach wurden wir von Hendrik, der rechten Hand von Peter, abgeholt. Er fuhr uns zu Peter, dem Chef der Autovermietung in Windhoek (Danke Hendrik!). Dieser erklärte uns, wie wir unseren Toyota Hillux 4×4 mit Backbox und Traktordrive zu bedienen hätten und auf was wir so alles achten sollten in den Weiten des Landes (Danke Peter!).

Und dann, vollgas! Naja, fast! Wir tuckerten los. Als erstes war aber dann schnell mal tanken angesagt, denn den Tank kriegt man bei Peter nur halbvoll.* Ist so. Also gingen wir tanken. Respektive wir liessen tanken, denn das macht man hier nicht selbst, sondern man zahlt ein Trinkgeld dafür, dass das von jemand anderem gemacht wird. Ist so. Also „Please make it full of Diesel, thank you!“ und dann warten, Wasser und Snacks kaufen, Geld abheben und wieder losdüs..äh..tuckern.

Zuerst gings mal etwa 150 Kilometer auf einer langen, breiten und vorallem geteerten Strasse Richtung Süden. So weit, so gut. „No problem“! Dann gings links auf die erste Schotterstrasse! Das ging dann mehr so „holper holper“ mit offener Staubklappe.** Ging aber auch noch. „Not very big problem“! Und dann gings dann irgendwann rechts in eine zweite, schmalere Schotterstrasse. Da war dann noch etwas mehr „holper holper“! Aber eigentlich auch ok. „No big deal“! Wir haben ja schliesslich ein Offroad-Mobil – voll das fette Teil!

Landschaftlich kann sich das alles hier schon ziemlich gut sehen lassen. Es ist alles ziemlich trocken, aber die Bäume trotzdem grün. Denn es ist Regenzeit und da ist die Trockenheit nicht ganz so schlimm, wie in der Nicht-Regenzeit. Überall sind mal wieder kleine Dünen aus rotem Kalahari-Sand.*** Und hinter den Dünen siehts dann meistens recht ähnlich aus wie davor, aber trotzdem irgendwie anders. Ja, genau (oder: ist so!).

Und Tiere hats auch sehr viele. Affen, Säue, Kühe, Springböcke, Geissen, Vögel sowieso, Mücken auf der Windschutzscheibe, Geckos, Oryxe, noch mehr Springböcke, Geier, und, und, und.

Übernachtet haben wir dann in einer „uu huere mega schöne“ Lodge nirgendwo im irgendwo mit Blick auf die Savanne und künstlichem Wasserloch vor der Haustür – leider ohne Tiere dran. Tutto Bene, so far!

a la bonheur, grauer grasshüpfer!

* also man kriegt eigentlich einen halbvollen und einen leeren Tank. Denn das Auto hat zwei Tanks und da ist dann eben nur einer halbvoll und der andere ist leer. Warum? Darum! Ich kenn den Grund, wollte den hier auch schreiben, ist mir jetzt aber doch etwas zu anstrengend. Vielleicht ein ander mal, falls jemand fragt!

** die Staubklappe ist eine Klappe an der Seitenwand des Gepäckfachs des Toyotas. Diese öffnet man, sodass der Wagen mit Fahrtwind durchflutet wird. Dies erzeugt einen Überdruck und sorgt dafür, dass kein Sand in den Wagen gelangt. Ist so. Super Sache, echt!

*** dieser Sand ist voll rot! Das ist Rost! Echt jetzt, verrosteter Sand! Das hat uns der Typ gesagt, der uns hier unseren Bungalow zeigte. „rusty sand! but it happened thousands of years ago!“

Und Susch?

Ich finde es sehr lustig, wenn ich irgendwo von einem lustigen Ortsnamen höre. Ich kann mich darüber oft sehr lange und ausgiebig amüsieren. Zum Beispiel Susch. Und Susch…? Zum Beispiel Bitsch, Bitch! Haha, der war ziemlich flach (Flaach ist auch ein Ortsname. Aber nicht sonderlich lustig, weil man ihn mit zwei a’s schreibt anstatt nur mit einem, also Flach!).

Heiliger Bimm bamm! Sie merken schon, das führt zu nichts mehr mit diesem Bonheur. Manchmal ist es wohl einfach besser nichts mehr anzufügen. Und dann, hoppla, ist der Moment vertan und man ist über das Ziel hinausgeschossen. Und dann wirkt das Gebrabbel plötzlich nur noch verloren und man sucht zwanghaft nach einem Ende. Aber ein gutes Ende zu finden ist schwierig, wenn man noch nichts gesagt hat, was ein Ende verdient hätte. Das einzige, was da helfen könnte: Versuchen am Anfang anzuknüpfen.

Lustige Ortsnamen können oft auch sehr banal sein. Leider fällt mir kein Beispiel dafür ein.

Und Susch? Bonheur!