Grosser Tierpark
Im Etosha Nationalpark hat es sehr viele Tiere und auch viele Menschen. Also relativ gesehen, denn beide, sowohl die Tiere, wie auch die Menschen, verteilen sich recht gut im Park, weil dieser ja so gross ist. Ausser an den Wasserlöchern, da versammeln sich sowohl Tier und Mensch. Die einen, um sich zu erfrischen, die andern, um zu knipsen und zu staunen.
Die Tiere wohnen im Park, die Menschen sind nur zu Besuch. Bei Sonnenuntergang müssen alle Menschen wieder draussen sein. Die Tiere können nicht raus. Ausser die Elefanten, denen ist der Zaun egal. Meistens bleiben aber auch die Elefanten da. Wegen den guten Wasserlöchern im Park und weil sie schon immer da waren – oder auch nicht.
Es gibt Menschen, die sagen, dass der Zaun um den Park die natürlichen Wanderrouten der Tiere unterbrochen hätte. Andere Menschen wiederum sagen „Papperlapap, der Park ist gross genug!“. Was man da glauben soll, muss man selbst wissen. Auf jedenfall ist der Park ein Naturschutzgebiet, das bei der Eröffnung im Jahr 1907 99’526 Quadratkilometer gross war. Merken Sie was? Mehr als doppelt so gross, wie die kleine Schweiz! Wahnsinn! Seit da wurde das Gebiet dann immer mal wieder etwas kleiner gemacht um Siedlungsraum für die Menschen zu schaffen und schlussendlich wurde der Park mit einem dicken, fetten Zaun umzäunt. Das gute daran: Es hat viele Tiere im Park! Alles andere ist Politik und hat in einem Bonheur eigentlich gar nichts zu suchen!
Wir waren zwei Tage im Etosha Nationalpark und haben wie wild geknipst und gestaunt. Am ersten Tag machten wir eine geführte Tour auf einem offenen Jeep. Dani, der Chef der Vreuge Gästefarm, unserer Unterkunft in der Nähe des Parks, führte uns durch den Park und erklärte uns dies und das (Danke Dani!). Wir sahen viele Tiere. Am zweiten Tag fuhren wir selbst mit unserem super Toyota-Offroad-Mobil von Wasserloch zu Wasserloch und sahen wieder viele Tiere – plus ein Löwe und ein Nashorn!
Eigentlich sahen wir alle Tiere, die wir sehen wollten, ausser einem. Wir sahen keinen Leoparden. Schade. Alle anderen Tiere können Sie in Ruhe von zuhause aus auf den geknipsten Bildern bestaunen
alabonheur, holzöpfelchopf!
- Tier wie Hund auf Sand
- Viele Tiere auf Strasse
- Tiere mit Federn auf Feld
- Tier mit Schnabel im Wasser
- Tier mit wuscheliger Frisur unter Baum
- Tier wie Kuh mit Babys
- Tier mit gruseligen Augen auf Baum
- Tier mit Horn im Gesicht
- Tier mit Schnabel
- Tier mit Schnabel auf Ast
- Tiere wie Rehe unter Baum
- Tier mit Schnabel vor Windschutzscheibe
- Tier wie Ziege aber mit Hörnern im liegen
- Tier mit langem Hals und Tiere wie Pferde auf Steinfeld
- Tier wie Katze auf Sand
- Tier wie Huhn auf Sand
- Tier wie Pferd mit Streifen auf Wiese
- Tier wie Reh mit Hörnern
- Tier wie Kuh auf Wiese
- Tier mit langem Hals und krummen Schnabel im Wasser
- Tier mit Wellenhörnern auf Kuppe
- Tiere mit Rüssel auf Feld
- Tier mit Federn und Schnabel auf Ast
- Kopf von Tier
Stundenlange Autofahrten, schöne Aussichten und ein bisschen Menschheitsgeschichte
Ebenfalls auf weiten Strecken unserer Reise haben wir wahnsinnig schöne Postkarten-Aussichten. Eigentlich könnte man an jeder x-beliebigen Stelle anhalten, um ein Wohnzimmer-Poster-Bild zu schiessen, so schön ist es hier. Aber am schönsten war bislang die Aussicht aus unserer Lodge hier oben in den Bergen. Einfach nur WOW! Und dazu noch mit Sonnenuntergang vom ganz persönlichen Veranda-Stein aus. Das ist so schön, dass man gar nicht wirklich realisieren kann, wie schön es ist. Und das kommt daher, dass man gar nicht soviel Schönheit aufsaugen kann, wie das hier schön ist. Ob das wiederum am trockenen Klima liegt, kann ich nicht sagen, aber wahrscheinlich eher nicht. Es ist einfach unglaublich schön hier oben. Mega!
Die Lodge heisst Mowani Montain Lodge und eignet sich, wie auch schon die letzte Lodge, neben Aussicht geniessen optimal zum Ruhen, Baden, Ruhen und Baden.
Neben Ruhen, Baden, Ruhen, Baden und Aussicht geniessen, unternahmen wir hier oben eine drei stündige geführte Tour zum Twyfelfontain. Das ist eine Quelle. Und bei dieser Quelle hats Felsgravuren von Löwen, Zebras, Gnus, Giraffen, Nashörnern, Oryxe, Eland, Robben und weiteren Tieren. Diese Gravuren sind 2000 – 6000 Jahre alt und ein Weltkulturerbe – das einzige Namibias (touristisches Superlativ ahoi!).
alabonheur, Schoggipralinée!
Schöne Bilder:
- Blick vom Verandafelsen auf die schöne Aussicht
- Chinesische Reisegruppe bei den Felsgravuren
- Da hat wohl einer das falsche gesungen!
- So siehts aus, wenn einer an uns vorbeifräst!
- Blick auf die Veranda vom Veranda-Felsen aus
- Felsgravur von Giraffe, Löwe und weiteren Tieren
- Megaschöne Aussicht vom Veranda-Felsen kurz nach Sonnenuntergang
Zwei Wanderungen, zu viel zu essen und ein paar Tiere
Aufbruch zur morgendlichen Erongo Wanderung war um halb Sieben. Wasser sollten wir mitbringen, denn es würde heiss werden (Überraschung!), und eine Kamera, denn es könnten Tiere auftauchen. Aber nur kleine Tiere, haben sie uns gesagt. Es gäbe hier zwar Leoparde und grosse Phytons, aber die sähe man nur selten und wenn, dann sei nicht unbedingt der richtige Zeitpunkt, um Fotos zu schiessen.
So kämpften wir uns frühmorgens aus unserer Höhle und schleppten uns zum Treffpunkt bei der Rezeption. Als erstes schrieb Kulis mit seinem Wanderstock aus Ast seinen Namen in den Sand. „I’m Kulis. I’m gonna be your guide for the day.“ – oder für die nächsten drei Stunden. Und dann gings auch schon los.
Als erstes zeigte uns Kulis einen grossen Haufen Dikdik Kacke. Dikdiks sind die kleinsten Antilopen der Welt. Die sind etwa so klein, wie ein junges Reh und sehr reinlich, denn sie kacken immer an den gleichen Ort. Darum konnte uns Kulis auch den Haufen zeigen. Sehr spannend!
Kulis erklärte uns noch viele andere Dinge. Zum Beispiel, warum die Felsen hier so rund sind und was die Paviane damit zu tun haben. Er zeigte uns, welche Pflanzen seine Oma früher benutzt hatte, um Medizin herzustellen und warum die Felsen an einigen Stellen weiss sind. Und er erklärte uns den Unterschied zwischen den Rock Agames und Barack Obama. (Danke Kulis!)
Nach der dreistündigen Morgenwanderung durch die Wildnis rund um die Lodge, gabs ein reichhaltiges Frühstück und wir assen zu viel. Danach ruhten wir und badeten im Pool, ruhten erneut und badeten etwas mehr, ruhten noch etwas, badeten, ruhten und gingen dann auf eine abendliche Sonnenuntergangswanderung mit Aaron. „Hi I’m Aaron, your guide for the day.“ – oder für die nächsten zwei Stunden.
Aaron erzählte uns etwa das gleiche wie Kulis und führte uns zu einem wunderschönen Sonnenuntergangsplatz auf einem Hügel vor der Lodge. Dort schenkte er uns Wein ein und öffnete eine Box voller Knabberwaren. (Danke Aaron!)
Nach der Wanderung gings zurück zur Lodge, direkt zum Abendessen, wo wir zu viel assen. Anschliessend krochen wir mit vollen Bäuchen in unsere Höhle und dösten bei nächtlichem Tiergeraschel friedlich weg.
Und apropos Tiergeraschel: Wie versprochen, sahen wir während den ganzen Aktivitäten, dem Ruhen, dem Essen und dem Baden viele Tiere. Keine grossen Tiere, aber viele kleine. Da waren zum Beispiel der Agame aka. „dä Gwaggli“ oder der Schlippschliefer aka. „so öpis zwüsched Bär, Igel und Murmeli“ oder ein Dikdik aka. „da isch doch äs Reh!“. Zudem flogen viele Vögel um die Lodge und badeten im Vogel-Wasserloch. Ein etwas grösserer Vogel, der kein Platz beim Vogel-Wasserloch hatte, war der „Horn Schnabel schnabler“. „Horn“ heisst er, weil er ein Horn hat, „Schnabel“, weil das Horn eigentlich ein Schnabel ist, und nur aussieht wie ein Horn und „schnabler“, weil er immer so „pf..pf..pf..“ macht, resp. die ganze Zeit „rumschnablet“. Einige der Tiere haben wir fotografiert!
Zusammenfassung: Es war sehr schön in der Erongo Wilderness Lodge. (Danke Erongo Wilderness Lodge!)
a la bonheur, härdöpfelstock!
Bilder:
- Dik-dik Klo
- „Da isch doch es Reh“
- „Öpis zwüsched Bär, Igel und Muulwurf“
- Sonnenuntergang vor unserer Schlafhütte
- Erongo Wandertruppe beim „Feldstecherle“
- Papageienartiger Vogel beobachtet Proletenvögel beim Plantschen
- Grüner Vogel auf Baum mit grünen Blättern vor grünlichem Hintergrund
- „Horn Schnabel schnabler“ auf Felsen
- Schöne Aussicht vom Hochplateau
- „Gwaggli“ in seiner Felsspaltenhöhle
- Aussicht auf Erongo-Felsen
- Papageienartiger Vogel auf Baum
- Barack Obama
- Das „viel zu viel“ nach dem „zu viel gegessen“
Erstmal etwas kühler und dann wieder heiss wie Sau!
Es ist saumässig heiss hier. Verdammt schön, aber unglaublich heiss! Wir sind im Erongo Gebirge. Einem von Trockenheit geplagten Gebiet. Hier ist es zwar grüner als in der Namib, aber trotzdem wahnsinnig trocken und heiss! Und der Kopf ist wiedermal Pudding.
Der Blick aus unserer Schlafhütte ist fantastisch. Er zeigt direkt auf eine wunderschöne Felskuppe. Sehen Sie sich das Bild oben gut an, vielleicht entdecken Sie darauf einen Pavian!
Heute sind wir 250 Kilometer von Swakopmund hierher gefahren. Swakopmund ist ein Küstenstädtchen mit etwa 50’000 Einwohnern und dutzenden Truthähnen. Das Städtchen erinnert mehr an Deutschland, als an Namibia, was natürlich daher rührt, dass sich die Deutschen dieses Fleckchen Wüste mit Meeranschluss schon früh zu Eigen gemacht haben und nicht wieder her gaben. So wird denn auch alles immer schön bewässert, damit die Wiesen grühen und die Blumen blühen, wie sich das halt so gehört, in einem mitteleuropäischen Kleinstädtchen. Und kühler als im Rest der Wüste ists in Swakopmund auch. 20 bis 25 Grad. Das kommt von diesem „etwas mit B Strom“ im Atlantik. Der bringt die kalte Luft an die Küste und sorgt so für ein angenehmes Europaklima. I like! Kurz nach dem Küstenstreifen erwärmt die Wüste dann die Luft, und die Hitze gibt wieder ihre aus dem Nichts kommenden High Fives von sich – mit Anlauf, voll auf den Kopf! Also wenn ich die Deutschen während der Kolonialzeit gewesen wäre, hätte ich auch hier meine Hütten gebaut und mir diesen wunderschönen Platz an der Sonne reserviert!
Aber schön, wieder etwas tiefer in der Natur zu sein. Lautes Vogelgezwitscher ist weit weniger störend, als Menschengequatsche! Man gewöhnt sich unglaublich schnell an die Ruhe hier draussen und heute nehmen wirs den Rest des Tages erstmal noch etwas „gechillter“ oder „easy, easy!“, wie man hier zu sagen pflegt. Das ist zumindest der Plan. Aber man weiss nie, was hier passiert. Vielleicht wird man von einer Horde Paviane überfallen, in deren Höhle geschleppt und von der ganzen Sippe aufgefressen. Das ist aber höchst unwahrscheinlich und so stehen die Chancen gut, dass wirs erst mal „easy, easy“ nehmen können, hier in der Erongo Wilderness Lodge im Erongo Gebirge bei den vielen Vögeln und den lieben Pavianen.
alabonheur, fancy Cheeseburger!
Und Bilder:
- Sonnenuntergang fotografieren
- Strasse mit Haus in Swakopmund
- Hügel in den Erongo Bergen
- Küste mit Strand in Swakopmund
- Rot-weisser Leuchtturm in Swakopmund
- Gässchen in der Innenstadt von Swakopmund
- Klare Ansage im Museum von Swakopmund
- Aromat in einem Laden in Swakopmund
- Esszimmer in der Erongo Wilderness Lodge
350km durch die Namib driven!
Fünf Stunden durch die Wüste fahren, ist wie das Radio auf Rauschen stellen und fünf Stunden zuhören. Aber sehen Sie selbst!
alabonheur, Schokoladentarte!
Grosse Dünen und tote Bäume
Der Sand kam deshalb in unsere Schuhe, weil dieser Sossusvlei Big Daddy zu Füssen liegt. Big Daddy ist die höchste Sanddüne der Welt (schon wieder ein touristisches Superlativ – fantastisch!) und liegt nicht weit von Big Mamma entfernt. Auf Big Daddys Rücken sind wir ein bisschen hochgewandert, bis wir genug von der Wanderei hatten und in Richtung Dead Vlei, der toten Lehmpfanne, herunterrutschten (uiii, das war lustig!). Unten angekommen, waren dann die Schuhe voll Sand und wir mussten sie leeren. So läuft das hier.
Im Dead Vlei leben tote Bäume. Sonst nichts.* Die Bäume stehen und liegen da schon seit etwa 700 Jahren tot rum. In der toten Lehmpfanne ist es den Bäumen zu trocken, um zu verfaulen und zu leblos, um von Krabbeltieren zerfressen zu werden. Muss also ein ziemlich ödes Leben sein als toter Baum (ich finde das auch noch beim zweiten Mal lustig!).
Nach dem Dead- und dem Sossusvlei, dem Big Daddy und einem kleinen Snack gings dann auch schon wieder zurück in Richtung Lodge, um etwas liegender toter Baum zu spielen.
Alabonheur, Wurzelgemüse!
*Was im Dead Vlei auch noch lebt, sind die vielen Touristen. Die zählen aber nicht wirklich, weil die ja nur temporär da leben.
Und weils so schön war, hier die Bilder des tollen Ausflugs:
- Snack
- Beim Runterrutschen von unten
- Ein Blick zurück vom Rücken des Big Daddys – Am Wegesrand
- Nach dem Runterrutschen, vor dem Schuhe entsanden
- Tote Bäume und Big Daddy von unten
- Sossusvlei mit Dünen im Hintergrund
- Deutsche Touristengruppe vorne, Dead Vlei hinten
- Toter Baum mit toten Wurzeln
- Beim Runterrutschen von oben
- Toter Baum vorne, mehr tote Bäume hinten
Tok Tokkie Trail
Nach einer etwa vier stündigen Autofahrt über Schotterpisten und einen schönen Pass (mit etwa 15 – 20 Kurven), kamen wir vor drei Tagen beim Tok Tokkie Farmhaus an. Dieses liegt am Rand des Namib Rand Reservats. Das wiederum ist am Rand der Namib Wüste. Die Namib Wüste ist die älteste Wüste der Welt (super Superlativ, wie ich finde!). Das Namib Rand Reservat ist ein riesiger Naturschutzpark in Privatbesitz. Und im Tok Tokkie Farmhaus starten die Tok Tokkie Trails. Und genau so ein Tok Tokkie Trail haben wir gemacht. Wahnsinn!
Als wir ankamen, sassen da schon zwei andere Touris und unser Guide Sebastian! Es gab selbstgemachten Eistee und, nachdem auch der fünfte Touri im Bunde angekommen war, eine Einführung von Sebastian ins Programm des Tok Tokkie Trails. Kurz: Drei Tage durch die Wüste wandern und unter freiem Himmel übernachten.
Los! Aber bevor die Wanderung startete, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum NaDeet, dem Namib Desert Environmental Education Trust. Da wird Schülern und anderen Gruppen im Rahmen von Projektwochen beigebracht, wie man Wasser, Holz und Energie sparen kann, in einem Land in dem alle diese Dinge sehr rar sind. Sehr, sehr geile Sache und wir, die Tok Tokkie Trail Walkers, bekamen eine Nachhaltigkeitsschnellbleiche! Elisabeth, die äusserst enthusiastische Leiterin des Lagers, zeigte uns „solar-cooking“, „waterbucket-showering“ und „waterless-toiletting“. Zudem erläuterte sie uns die drei R. Reduce, Recycle und R…. (das dritte R habe ich vergessen, sorry!). Und nach diesen eindrucksvollen 60 Minuten (Danke Elisabeth!) übergab sie uns wieder in Sebastians gütige Hände.
Los! Nach einer kurzen Fahrt im offenen Jeep wanderten wir los und bestiegen für die nächsten 64 Stunden kein motorisiertes Gefährt mehr. Während den Sonnenstunden war es gefühlt etwa so heiss wie in einer traditionellen finnischen Sauna, nur halt eben ohne die Feuchtigkeit und dann doch wieder 40 Grad kälter! Und es war sehr, sehr spannend. Immer wieder hielten wir an und Sebastian erzählte uns was über den Park, über die Oryx, die Büsche, die Bäume, die Schlangen, die Leoparde, die Feenkreise, die Termiten, die Tok Tokkies, die Springböcke, den Sternenhimmel, die Hyänen, die Wasserlöcher, die sociable Weavers, die Spuren im Sand, die Kacke im Sand, die Spinnen, die Steine, die Strausse, den Sand an sich, und mehr*. Kurzum: Sebastian wusste eigentlich alles, was es in dieser Wüste zu wissen gibt, und er behielt nichts für sich (Danke Sebastian!).
Abends erreichten wir kleine Oasen in der Wüste – die Camps. Für uns eingerichtet und unterhalten vom Tok-Tokkie-Backup-Team, Willy und Theresa. In den Camps konnten wir trinken, essen, schlafen, duschen und „sonstiges“. Alles unter freiem Himmel und mitten in der Wüste. Einfach nur geil (Danke Willy, danke Theresa!).
Nach drei Tagen fun, fun, fun gings dann wieder zurück zur Tok Tokkie Farm, in den Toyota und auf die Strasse Richtung Desert Homestead Lodge. Und da sind wir nun im Zimmer unseres Strohdachhüttchens mit eingeschalteter Klimaanlage und geniessen den Blick in die Wüste. Auch schön!
Die drei Tage werden wir wohl nie mehr vergessen (Danke Tok Tokkie!).
Alabonheur, Korintenkacker!
*Ich könnte über alles etwas schreiben, das werde ich aber nicht tun!
Und jetzt mal noch ein paar Tok Tokkie Bilder! Los:
- Tok Tokkie Käfer (nach dem wurde der Trail benannt)
- Landschaft mit Baum
- Frühe Sonne
- Zwei Bäume, ein Berg und ein Oryx
- Camp Nummer 1 – Bar und Speisezimmer
- Rollin‘ rollin‘ rollin‘
- Walking on sunshine, uu uu uuuu!
- Camp Nummer 2 – Kino
- Schöne Aussicht
- Camp Nummer 1 – President Suite
- Camp Nummer 2 – La Douche!
- Heisse Sonne
Schotterstrassen, roter Sand und ein siech voll Springböcke!
Da sind wir nun also! In Namibia, dem Land der Oryxe. Schön hier. Sehr schön hier! Aber eins nach dem anderen.
Samstagabend gings los (seit da ist uns der Wochentag eigentlich egal), bepackt mit allem nötigen – und etwas mehr. Mit einem grossen Flugi von der Swiss gings zuerst nach Johannesburg, um von da, nach gefühlten zwei Tagen Aufenthalt am Flughafen (es waren lange 4 Stunden), mit einem kleinen lopprigen Flugi von der South African Airlines nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias, zu reisen. In Windhoek angekommen, wurden wir abgeholt, zack in die Unterkunft verfrachtet und erstmal unserer Reisemüdigkeit überlassen. Nach einem leckeren Fillet du Oryx und einem grossen Glas Wein für jeden, wars das dann auch erstmal gewesen und die Lichter gingen aus.
Um Sieben erschrak uns dann auch schon der Wecker und unser erster ganzer Tag in Namibia begann sich zu formen. Nach einem königlichen Frühstück kam Nicole, unsere Frau vom Reisebüro, und zeigte uns nochmal, was wir so gebucht haben und was wir noch dazu buchen könnten, wenn wir denn wollten (Danke Nicole!). Danach wurden wir von Hendrik, der rechten Hand von Peter, abgeholt. Er fuhr uns zu Peter, dem Chef der Autovermietung in Windhoek (Danke Hendrik!). Dieser erklärte uns, wie wir unseren Toyota Hillux 4×4 mit Backbox und Traktordrive zu bedienen hätten und auf was wir so alles achten sollten in den Weiten des Landes (Danke Peter!).
Und dann, vollgas! Naja, fast! Wir tuckerten los. Als erstes war aber dann schnell mal tanken angesagt, denn den Tank kriegt man bei Peter nur halbvoll.* Ist so. Also gingen wir tanken. Respektive wir liessen tanken, denn das macht man hier nicht selbst, sondern man zahlt ein Trinkgeld dafür, dass das von jemand anderem gemacht wird. Ist so. Also „Please make it full of Diesel, thank you!“ und dann warten, Wasser und Snacks kaufen, Geld abheben und wieder losdüs..äh..tuckern.
Zuerst gings mal etwa 150 Kilometer auf einer langen, breiten und vorallem geteerten Strasse Richtung Süden. So weit, so gut. „No problem“! Dann gings links auf die erste Schotterstrasse! Das ging dann mehr so „holper holper“ mit offener Staubklappe.** Ging aber auch noch. „Not very big problem“! Und dann gings dann irgendwann rechts in eine zweite, schmalere Schotterstrasse. Da war dann noch etwas mehr „holper holper“! Aber eigentlich auch ok. „No big deal“! Wir haben ja schliesslich ein Offroad-Mobil – voll das fette Teil!
Landschaftlich kann sich das alles hier schon ziemlich gut sehen lassen. Es ist alles ziemlich trocken, aber die Bäume trotzdem grün. Denn es ist Regenzeit und da ist die Trockenheit nicht ganz so schlimm, wie in der Nicht-Regenzeit. Überall sind mal wieder kleine Dünen aus rotem Kalahari-Sand.*** Und hinter den Dünen siehts dann meistens recht ähnlich aus wie davor, aber trotzdem irgendwie anders. Ja, genau (oder: ist so!).
Und Tiere hats auch sehr viele. Affen, Säue, Kühe, Springböcke, Geissen, Vögel sowieso, Mücken auf der Windschutzscheibe, Geckos, Oryxe, noch mehr Springböcke, Geier, und, und, und.
Übernachtet haben wir dann in einer „uu huere mega schöne“ Lodge nirgendwo im irgendwo mit Blick auf die Savanne und künstlichem Wasserloch vor der Haustür – leider ohne Tiere dran. Tutto Bene, so far!
a la bonheur, grauer grasshüpfer!
* also man kriegt eigentlich einen halbvollen und einen leeren Tank. Denn das Auto hat zwei Tanks und da ist dann eben nur einer halbvoll und der andere ist leer. Warum? Darum! Ich kenn den Grund, wollte den hier auch schreiben, ist mir jetzt aber doch etwas zu anstrengend. Vielleicht ein ander mal, falls jemand fragt!
** die Staubklappe ist eine Klappe an der Seitenwand des Gepäckfachs des Toyotas. Diese öffnet man, sodass der Wagen mit Fahrtwind durchflutet wird. Dies erzeugt einen Überdruck und sorgt dafür, dass kein Sand in den Wagen gelangt. Ist so. Super Sache, echt!
*** dieser Sand ist voll rot! Das ist Rost! Echt jetzt, verrosteter Sand! Das hat uns der Typ gesagt, der uns hier unseren Bungalow zeigte. „rusty sand! but it happened thousands of years ago!“
Und Susch?
Heiliger Bimm bamm! Sie merken schon, das führt zu nichts mehr mit diesem Bonheur. Manchmal ist es wohl einfach besser nichts mehr anzufügen. Und dann, hoppla, ist der Moment vertan und man ist über das Ziel hinausgeschossen. Und dann wirkt das Gebrabbel plötzlich nur noch verloren und man sucht zwanghaft nach einem Ende. Aber ein gutes Ende zu finden ist schwierig, wenn man noch nichts gesagt hat, was ein Ende verdient hätte. Das einzige, was da helfen könnte: Versuchen am Anfang anzuknüpfen.
Lustige Ortsnamen können oft auch sehr banal sein. Leider fällt mir kein Beispiel dafür ein.
Und Susch? Bonheur!