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Ich hätte mir so ein Plastikstäbli zum rühren nehmen sollen.

Ich dachte halt, dass ich so ein Plastikstäbli nicht brauchen werde, weil ich ja auch kein Zucker oder Rahm oder Ähnliches in meinen Kaffee schütten wollte. Dies wollte ich darum nicht tun, weil ich mir einen Cappuccino (das ist italienisch) rausgelassen habe – aus dem Kaffeeautomaten beim Bahnhof. Wenn ich einen Cappuccino trinke, lass ich nämlich meistens (bis immer) den Zucker und den Rahm und das Ähnliche weg. Ich bin da halt fest davon überzeugt, dass ein Cappuccino keine Zusatzstoffe wie Rahm, Zucker oder Ähnliches nötig hat, um gut zu schmecken. Da ist ja schliesslich schon ziemlich viel Milch drin und Schaum drauf. Und in den allermeisten Fällen fahre ich auch ziemlich gut mit dieser Strategie, nichts in meinen Cappuccino zu schütten (ausser manchmal, wenn der Cappuccino so bitter ist, aber das ist selten der Fall (darum sag ich ja „manchmal“ (und sorry, wegen dem vielen geklammere (es ist aber nötig))))*.

Die Bitterkeit (oder eben gerade Nicht!) war auch Heute nicht das Problem. Das Problem war und ist, dass der leckere Schaum, der auf dem Kaffee drauf sitzt, der Schaum also, der den Kaffee zu einem Cappucino macht, immer auf die andere Seite des Bechers wandert, wenn ich von dieser Seite einen Schluck nehmen will. Wenn ich den Kaffee dann von der anderen Seite in Angriff nehme, verzieht sich der doofe Schaum wieder auf diese Seite. Wie wenn er mich bewusst an der Nase herumführen wollte. So im Stil von „Ätsch! Du kriegst mich nicht! Ich bin so viel schlauer als du!“. „Dummer Scheiss Schaum!“.

Nächstes Mal nehme ich mir, auch wenn ich kein Zucker, kein Rahm, kein Ähnliches in meinen Cappuccino schütte, wieder so ein Plastikstäbli von der Theke. Einfach für den Fall, dass ich wieder das Pech habe, auf einen so durchtriebenen, asozialen Schaum wie Heute zu treffen. Dem zeig ichs dann! Ohne Pardon. Um meine Ehre zu retten – und die der ganzen Menschheit!**

A la bonheur, Rosa!

* Entschuldigung bitte nochmal! Ich wollte Sie nicht erzürnen.
** Vielleicht nehme ich dann aber auch einfach einen Kaffee ohne Schaum. Schliesslich möchte ich ja auch keinen Streit haben. Bin nämlich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch.

Hier noch ein Bild von dem blöden Schaum, wie er gerade auf die andere Seite des Bechers verduftet. Wenn man genau hinschaut, ist da ein doofes, verschmitztes Lächeln zu erkennen (wahrhaftig):
Doofer Schaum

warm/kalt

Ich habe heute Morgen eine viel zu warme Jacke angezogen. Dafür habe ich meine Kappe zu Hause vergessen. In der Konsequenz habe ich jetzt einen schampar warmen Rumpf und gleichzeitig einen enorm kalten Kopf. Diese Wärmeungleichverteilung macht müde…

A la bonheur, maria-claire!

Irrfahrt

Ich weiss nicht, ob Sie das kennen. Wenn Sie es kennen, lesen Sie diesen Text bitte mit bestätigendem Nicken an Schlüsselstellen. Wenn Sie es nicht kennen, nicken Sie bitte rythmisch (Takt egal).

Ich bin heute in den falschen Zug eingestiegen. Die Richtung war die Falsche. Das Gleis war auch das Falsche. Das einzig Richtige war die Gesellschaft: die SBB (schweizerische Bundesbahn). Aber das tut nur wenig (bis nichts) zur Sache.

Da stand Gleis 4. Dort lief ich dann auch hin und stieg ein – in den Zug auf Gleis 5 (zu diesem Zeitpunkt war es aber Gleis 4 – ernsthaft!). Dann habe ich mich hingesetzt und die äusserst spannende Zeitung aufgeschlagen, die auf dem Tischchen vor mir lag. Die Titelgeschichte dieser Tageszeitzng handelte von zwei Männern (vom Journalist „Streithähne“ genannt). Da stand, die zwei Männer hätten im Fernsehen ein Gespräch miteinander geführt. Die Fernsehsendung hiess so wie der Eine der beiden und der Andere hätte sich schlecht Verhalten, sagte der Eine. Der Andere sagte eigentlich das selbe, nur anders. Das war dann die Doppelseite wert, die ich während der Ansage des Zugdompteurs gelesen habe. Der hat wohl etwas anderes gesagt, als ich erwartet habe. Leider habe ich nicht zugehört.

Als ich dann irgendwann aufblickte, stand auf dem Display oben beim Durchgang zum nächsten Wagen „Baar“. Leider ist aber „Baar“ nicht das, was stehen sollte. Es sollte „Winterthur“ stehen. Oder „Flughafen.“ Oder „Frauenfeld“. Nicht „Baar“. Ich fuhr trotzdem da hin.

In Baar angekommen begab ich mich sofort von Gleis 1 auf Gleis 3. Und ich genoss die Aussicht, denn ich war das erste Mal in Baar. Das habe ich nämlich mal gelernt: „Wenn du irgendwo das erste Mal bist, geniess die Aussicht.“ Es ist aber nicht sonderlich schön in Baar – leider.

Auf dem Rückweg gingen mir die zwei „Streithähne“ nicht mehr aus dem Kopf. „Was die wohl gerade tun?“ dachte ich mir. Dann wurde ich ein bisschen melancholisch und ich lauschte dem gemütlich rythmischen Klacken des Zuges, der auf seinen Bahnen Richtung Osten dahinfuhr.

A la bonheur, Hefetörtli!

am morgen ist die zeit zum warten…

…und am Morgen ist auch die Zeit zum Tee trinken. Darum brühe ich mir auch jeden Morgen einen Siech voll Tee auf. Den nehme ich dann mit in den Zug, um ihn da wartend zu trinken – ausser heute.

Heute habe ich mich entschieden, mal anstatt Tee zu trinken einen Bonheur zu schreiben. Also „warten und bonheur schreiben“ sozusagen. Auch das ist nämlich eine Beschäftigung, der man, wie Tee trinken, am besten sitzend und in einer wartenden Haltung nachgeht. Die Paralellen sind sogar noch viel vielschichtiger. Auch Bonheurs gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen – wie Tee auch. Und wenn man einen Bonheur zu lange stehen lässt, wird auch dieser bitter – wie Tee auch. Und ein Bonheur ist in der Lage einem die Zähne zu verfärben – wie Tee auch.

Und dann muss man wieder zum Zahnarzt, um sich die Zähne reinigen zu lassen. Und der Zahnarzt sagt dann sowas wie: „Ich sehe, sie lesen viele Bonheurs und das ist gut so. Die Reinigung geht aufs Haus!“ – „Danke, adieu, tschüss!“.

A la bimbam, holdrio!

Rise and shine!

Ahrg! Es ist doch noch zu früh, um sich so aufregen zu müssen. Man würde es meinen. Aber gerade in der Früh da liegen die Nerven blank. Das wussten schon die alten Griechen. Es müsste Platon gewesen sein, der da sagte: „Hat die Sonn den Himm noch nicht erklummen, nervt jedes Zwitschern, jedes Summen!“

Es schmatzt vom Abteil nebenan! So richtig penetrant. Mit offener Schnautze beisst sie auf ihrem Kaugummi herum und schaut dabei in den vermeintlich luftleeren Raum um sich herum hinein. Als gäbe es kein Morgen! Und das Schmatzen ist nicht mal rythmisch. Es kommt und geht wie es gerade passt. Was ich am liebsten tun würde, behalt ich jetzt mal für mich.

Und da nimmt just in diesem Moment der Herr neben mir einen Tagi aus der Tasche und breitet ihn vor sich aus. So schön in meinen Kreis der Ruhe hinein. Knapp an meiner Nase vorbei.

Ich danke vielmals für dieses wundervolle erwachen liebe Götter der Morgenpendlerströme! (Das war Ironie und soll nicht für bare Münze genommen werden, ihr doofen Götter der Morgenpendlerströme.)

A la bonheur, lieber Herr Maler Fischer!

Wurstweggen

Das ist jetzt aber schon auch noch nett, ja. Jetzt isst der Typ vis a vis von mir einen Wurstweggen. Das hat jetzt meine Lust nach einem Wurstweggen auch angetrieben. Gerne würde ich jetzt einen Wurstweggen essen.

Normalerweise würde ich mich ja aufregen, wenn einer neben oder eben vis a vis von mir einen Wurstweggen essen würde. Denn normalerweise hätte ich das Gefühl, dass ich in meiner geschmacklichen Ungestörtheit gestört würde, wenn einer da einfach vis a vis von mir einen Wurstweggen essen würde.

Aber heute ist das nicht so. Heute bekomme ich eben auch Lust auf einen Wurstweggen wie ihn der Typ da vis a vis von mir hat. Denn Heute habe ich einen ziemlichen Hunger beieinander.

Und so muss ich mich jetzt dazu überwinden, nicht den Wurstweggen dem Typen vis a vis von mir aus der Hand zu reissen und reinzubeissen. Ich werde mich der Geduld üben und später einen Wurstweggen essen. Oder auch eine Banane.

A la bonheur, holzöpfelchappe!

Aua, aua, aua!

Ich machs kurz: Gestern hatte ich eine Blinddarmentzündung.

Ja, genau diesen unverkennbar stechenden Schmerz in der seitlichen Bauchgegend hatte ich. Aua! So eine Blinddarmentzündung tut wirklich sehr sehr weh und mit der ist ja bekanntlich auch überhaupt nicht zu Spassen. Das steht auch an verschiedenen Stellen im Internet, dass mit einer Blinddarmentzündung überhaupt nicht zu Spassen sei. Ja!

Meine Blinddarmentzündung ging dann aber ziemlich schnell wieder vorbei, als ich im Guugel “auf welcher Seite ist der Blinddarm?” eingegeben habe und bemerken musste, dass die Seite die weh tat, nicht die Seite war, auf welcher der Blinddarm sich angeblich befinden sollte. Es tat dann auch bald nicht mehr weh und ich konnte beruhigt schlafen gehen.

a la bonheur, tutti quanti!